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Aktuelle Ausgabe Liebe Leser Ein schlechtes Jahr geht nun unweigerlich zu Ende und es vergeht kein Tag, ohne dass sich Abonnenten mit der bangen Frage bei uns melden , ob sie eine oder mehrere Ausgaben von Hatari Times verpasst haben. Dem ist nicht so. Wir haben die strikte Strategie, nur über ein Land zu berichten, und zwar nachdem ich persönlich zu einer aktuellen Recherche vor Ort war und frische Eindrücke sammeln konnte. Sicherlich hätten wir aus Archivmaterial und Hörensagen-Geschichten professioneller Schreiberlinge mehrere Hefte produzieren können. Aber wem nützt ein rein theoretisches Wissen, das nicht auf unvoreingenommenen, persönlichen und aktuellen Erfahrungen beruht? Ich halte es für unabdingbar, an unserer bewährten Strategie festzuhalten und erst dann ein neues Heft aufzulegen, wenn das vorliegende Material Hand und Fuß hat. 2005 war, wie gesagt, leider ein schlechtes Jahr, und nacheinander waren wir gezwungen, drei geplante Afrikareisen, und damit auch drei Ausgaben von Hatari Times, kurzfristig abzusagen. Eine abgelegene zentralafrikanische Region, die fest eingeplant war, wurde plötzlich von Bürgerkriegsflüchtlingen aus dem sudanesischen Darfur überrannt. Dann wollte ich alternativ neue Jagdmöglichkeiten in Äthiopien ausloten und musste mit Bedauern feststellen, dass alle verfügbaren Lizenzen für 2005 ausgebucht waren. Aussagefähige Jagdberichte kann man aber nur verfassen, wenn man wirklich jagt. Seit Juni diesen Jahres machte ich mich konkret daran, Zambia einen neuen Besuch abzustatten, denn die vorherige Zambia-Ausgabe konnte nicht alle unterschiedlichen Jagdmöglichkeiten abdecken. Zuerst wurde ich auf einen späteren Termin vertröstet, dann stellte sich jedoch nach und nach heraus, dass die Zambia-Outfitter, trotz des hohen Preisniveaus, heuer so stark ausgebucht waren, dass nur wenig Interesse an einer Berichterstattung vorhanden war. So mussten wir auch die Zambia-Pläne im September entnervt zu den Akten legen. Auch Uganda haben wir nicht aus den Augen gelassen, aber außer Ankündigungen scheint dort noch nichts Konkretes in Bezug auf eine generelle Jagdöffnung geschehen zu sein. Sobald sich die verworrene Situation ändern sollte, steige ich aber auf den nächsten Flieger dorthin. Wir haben leider nicht absehen können, dass zwischen den Ausgaben 23 und 24 eine derart große Zeitlücke entstehen würde. Wenn aber Hatari Times eine seriöse und aussagekräftige Publikation für den Afrikajäger bleiben soll, und daran wollen wir keinesfalls rütteln, müssen wir uns mitunter höherer Gewalt beugen und abwarten, bis eine solide Grundlage für eine neue Ausgabe gegeben ist. Wir bitten die Leser daher um Verständnis, dass wir Qualität vor Quantität stellen und hoffen, dass 2006 für uns alle ein besseres Jahr wird. Aber nun Schluss mit dem Lamentieren! Ich bin bereits seit mehreren Jahren nicht mehr in Zimbabwe gewesen, und hier in der Redaktion häufen sich besorgte Anfragen von verunsicherten Lesern. Kann man noch zur Jagd nach Zimbabawe reisen? Gibt es überhaupt noch bejagbare Wildbestände? Wie ist die Sicherheitslage? – Fragen, die man nur beantworten kann, wenn man selber wieder aktuell vor Ort gewesen ist. Das Preisniveau für klassische Großwildjagden ist in anderen afrikanischen Ländern in der letzten Zeit ganz enorm angestiegen und übersteigt in wirtschaftlich nur verhaltenen Zeiten das Budget vieler Jäger. Zimbabwe war und ist immer noch eine erfreuliche Alternative mit einem unschlagbaren Preis:Leistungsverhältnis, vor allem bei der Jagd auf Büffel, Elefant und Leopard. Wegen der generell schlechten internationalen Presse Zimbabwes und der Verunsicherung der Jagdgäste haben die Zimbabwe-Outfitter in den letzten Jahren ihre enorm gestiegenen Unkosten i.d.R. noch nicht an den Kunden weitergegeben. Es klafft eine weite Schere zwischen den rosigen Beschwichtigungen der Veranstalter und den negativen Berichten der populären Presse, und die wollen wir mit diesem Heft schließen. Waidmannsheil und |
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